Anlässlich unseres 40-jährigen Jubiläu
Zwischen Neugier und Schutz – Sexualität begleiten
Grenzen wahrnehmen, Prävention gestalten
Fortbildung für Fachkräfte aus Kita, Schule, Kinder-und Jugendarbeit, Medizin, Psychologie, Beratungsstellen und den Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
Datum
13 Oktober 2027
Kosten
95 € (inkl. Verpflegung)
Ort
Jugendgästehaus der Johannesburg in Papenburg
Datum
13 Oktober 2027
Kosten
95 € (inkl. Verpflegung)
Ort
Jugendgästehaus der Johannesburg in Papenburg
Über die Fortbildung
Wie machen wir Kinder stark, damit sie ihre eigenen Gefühle und Grenzen wahrnehmen und benennen können? Wie sprechen wir ehrlich und kindgerecht über Körperwissen und Schutz vor sexualisierter Gewalt – ohne Angst, aber mit Klarheit?
Prävention von sexualisierter Gewalt gelingt, wenn Erwachsene Kinder stärken, ihre Rechte ernst nehmen und sichere Räume gestalten. Dafür braucht es Wissen, Haltung und Sprache, die Kinder wirklich erreicht.
Die Referent*innen für sexuelle Bildung und Prävention von sexualisierter Gewalt führen durch einen abwechslungsreichen Tag mit alltagsnahen Beispielen und Tipps, fachlichen Einordnungen und Raum für Ihre Fragen.
Mut machen statt Angst schüren:
Die Veranstaltung lädt ein, Verantwortung zu übernehmen, Kindern ehrlich zu begegnen und sich gemeinsam für ihren Schutz stark zu machen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Tagesablauf
Stehcafé (09:00 – 09:30 Uhr)
Begrüßung und Grußworte (09:30 – 10:00 Uhr)
Vorträge im Plenum (10:00 – 11:30 Uhr)
Vortrag №1 auf das Thema „Wenn Prävention verunsichert – Sexuelle Bildung und Schutzkonzepte zusammen denken“
- Mit welchem Bild von Sexualität kommen Menschen in die Welt
- Sexuelle Rechte sind Menschenrechte – Was bedeutet das konkret
- Warum hat Sexualität nichts mit sexualisierter Gewalt zu tun
- Von No-Touch zur Verantwortung: Wie Angst uns lähmt
- Bildung statt Verbote: Schutzkonzepte sollen verhindern, aber dürfen nicht verhindern
- Sexuelle Bildung in Schutzkonzepten: Win-Win für alle
- Vom Verhaltenskodex zum Handlungskompass
- Ziel: Sexuelle Selbstbestimmung in all unseren Bestrebungen
Vortrag №2 auf das Thema „Worte finden für das Unsagbare – Warum Sprachfähigkeit der Schlüssel zur Prävention ist“
- Warum fällt es uns so schwer, über Sexualität und Gewalt zu sprechen
- Wie Sprachlosigkeit Täter*innen schützt und Kinder gefährdet
- Von der eigenen Scham zur professionellen Sprachfähigkeit
- Wie schaffen wir Sprach- und Reflexionsräume in Einrichtungen?
- Konkrete Beispiele: Was sagen, wenn Kinder fragen?
Kaffee und Kuchen (11:30 – 12:00 Uhr)
Workshops Teil 1 (12:00 – 13:30 Uhr)
Wenn Kinder und Jugendliche übergriffig werden
- Unterscheidung: sexuelle Übergriffe unter Kindern vs. sexualisierte Gewalt
- Handlungskompass statt Panik: Wie reagiere ich im Moment?
- Täterarbeit vs. Opferschutz – oder beides zusammen
- Fallarbeit: konkrete Situationen durchspielen
Worte finden, wenn’s schwierig wird – Sprachfähigkeit in der Präventionsarbeit“ (Vertiefung zum Vortrag 2)
- Wie werde ich überhaupt sprachfähig zu Sexualität und Gewalt
- Eigene Scham und Unsicherheiten erkennen und damit umgehen
- Mit Kindern über Körper, Grenzen und Sexualität sprechen – konkrete Formulierungen
- Warum Sprachfähigkeit der beste Schutzfaktor ist
- Praktische Übungen: Schwierige Situationen durchspielen
Körper.Macht.Sprache – Selbstbehauptung als Präventionsarbeit
- Körperarbeit: Wie lernen Kinder ihre Grenzen zu spüren?
- Praktische Übungen: Selbstbehauptungstechniken für verschiedene Altersgruppen
- Zwischen Vorsicht und Angst: Wo ist die Grenze?
Mittagessen (13:30 – 15:00 Uhr)
Workshops Teil 2 (15:00 – 16:30 Uhr)
Zwischen Pornhub und Snapchat – Digitale Lebenswelten und sexualisierte Gewalt
- Wie nutzen Täter*innen digitale Räume? (Cybergrooming, Sexting, Erpressung)
- Pornografisierung vs. Medienkompetenz: Was brauchen Kinder wirklich
- Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte: Vom Verbot zur Begleitung
- Digitale sexuelle Bildung als Schutzfaktor
- Praktische Tools und Anlaufstellen
Von No-Touch zur Verantwortung – Professionelle Nähe gestalten
- Wie schaffen wir Nähe ohne Grenzüberschreitungen
- Verhaltenskodex vs. Handlungskompass in eurer Einrichtung
- Kollegiale Fallberatung: Unsichere Situationen besprechen
- Kultur des Ansprechens entwickeln
Schutzkonzepte lebendig halten – Zwischen Papier und Praxis
- Warum landen so viele Schutzkonzepte in der Schublade
- Partizipation: Kinder und Jugendliche in Schutzkonzepte einbeziehen
- Regelmäßige Reflexion: Wie bleiben wir wachsam ohne paranoid zu werden
- Beschwerdekultur entwickeln: Wenn Kinder sich trauen zu sprechen
Fazit, Resümee, Fragen, Anmerkungen im Plenum (16:30 – 17:00 Uhr)
Referent*innenteam
Carsten Müller
Sexualtherapeut, Sexualpädagoge und Fachkraft für Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt – Er ist Gründer und Geschäftsführer der Praxis für Sexualität. Gemeinsam mit Jennifer Bockhoff hat er 2013 die Idee der Praxis entwickelt und konzipiert.
Stefanie Bohle
Feste Mitarbeiterin im Bereich Aus- und Fortbildung sowie Projekte. Sie ist Sozialpädagogin (BC), Sexualpädagogin und Fachtrainerin für Gewaltprävention. Ihre pädagogische Perspektive ist geprägt von vielfältigen Erfahrungen und Kenntnissen aus der körperbasierten Arbeit.
Praxis für Sexualität
Duisburg
- Sexualpädagogik
- Sexualtherapie
- Weiterbildung
- sexuelle Bildung
- Fachberatung
Praxis für Sexualität
Duisburg
- Sexualpädagogik
- Sexualtherapie
- Weiterbildung
- sexuelle Bildung
- Fachberatung
Carsten Müller und Stefanie Bohle sind u.a. die Autor*innen des Buches „Jetzt mal ehrlich?! Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln“
Fachtag im Jugendgästehaus der Johannesburg
Jugendgästehaus Johannesburg, Kirchstraße 38, 26871 Papenburg
Datum
Mittwoch, den 13.10.2027,
09.00 – 17.00 Uhr
Teilnehmer*innen
max. 135
Kosten
95 €
(inklusive Verpflegung)
Anmeldeschluss
31 Mai 2027
Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt
So läuft die Anmeldung
Anmeldung erst nach Zahlungseingang und anschließender Bestätigung unsererseits verbindlich.
Zahlung
Überweisen Sie bitte den Teilnahmebetrag
Anmeldedaten
Tragen Sie Ihre Daten im Formular ein
Tragen Sie Ihre Daten im Formular
ein
Bestätigung
Wir bestätigen Ihre Anmeldung telefonisch oder per E-Mail
Teilnahme
Wir sehen uns am 13.10.2027 in Papenburg
Jetzt anmelden
Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Schritt 1 - Zahlung
Den Teilnahmebetrag von 95 € pro Person überweisen Sie bitte auf das folgende Konto:
Bankname: Sparkasse Emsland
IBAN: DE07 2665 0001 1091 0930 29
BIC: NOLADE21EMS
Verwendungszweck: Name/ Einrichtung,
Veranstalter: Arbeitskreis gegen sexuelle Übergriffe auf Kinder e.V. c/o Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung
Hauptkanal rechts 75 a, 26871 Papenburg
Veranstalter: Arbeitskreis gegen sexuelle Übergriffe auf Kinder e.V. c/o Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung, Hauptkanal rechts 75 a, 26871 Papenburg
Schritt 2 - Anmeldedaten
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- Akkreditiert durch die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen